5 Gründe, weshalb Bloggen ein ernstzunehmender Beruf ist

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Seit ich Mitte Juli den Artikel darüber geschrieben habe, welche Blogger eigentlich Geld verdienen, bekomme ich zahlreiche Zuschriften über die verschiedensten Kanäle. Die meisten haben eine Quintessenz: Bloggen ist kein ernstzunehmender Beruf.

Ein Kommentar, bei dem mir, deiner Blogger-Ratgeberin, das Lachen förmlich im Halse stecken bleibt.

Bloggen erfordert Zeit. Es erfordert viel Kenntnis über Marketing, SEO und die eigene Nische, wenn man damit Geld verdienen und es folglich zu seinem Beruf machen will. In einem einzigen Artikel, von dem du am Tag vermutlich bis zu 50 Stück liest, stecken viele Stunden Arbeit.

Beruf Blogger: So viel Arbeit steckt dahinter

  1. Es braucht eine Idee für einen Blogartikel.
  2. Der Text muss konzipiert, ausgearbeitet und geschrieben werden.
  3. Nicht selten wird eine umfassende Recherche durchgeführt. Zum Thema genauso, wie zu Keywords.
  4. Möglicherweise braucht es eine Zielgruppen- oder Konkurrenzanalyse – je nachdem, worum es im Artikel geht.
  5. Viele Blogger bebildern außerdem ihre Artikel und auch das braucht Zeit. Entweder zur Anfertigung oder für die Recherche von entsprechendem Material.
  6. Die anschließende Vermarktung ist ebenfalls zeitintensiv.

Sechs Schritte, die jeder professionelle Blogger für jeden einzelnen Blogartikel durcharbeiten muss, wenn er etwas auf sich und seine Plattform hält. Und die können von wenigen Stunden bis hin zu Tagen andauern. Vereinzelte Themen benötigen sogar Wochen an Vorarbeit.

Ich will dir nun mehrere Gründe mit auf den Weg geben, die deine Sichtweise über diesen Beruf hoffentlich verändern werden. Und falls auch das nicht fruchtet, solltest du dir – mit Verlaub – folgende Frage stellen: Ist dein Weltbild bereits im 21. Jahrhundert angekommen?

Beruf-Blogger

1. Blogs sind DAS Medium des 21. Jahrhunderts

Wer behauptet, dass das Bloggen kein Beruf sein kann, spricht im selben Atemzug auch jedem Zeitungsredakteur und jedem Autor von Sachbüchern seine Relevanz ab.

Überleg mal, wie trostlos und grau das Internet und auch die Welt wären, wenn es all diese Menschen nicht gäbe.

Du könntest zum Beispiel diesen Artikel nicht lesen! Und wenn du das nächste Mal schnell etwas über den Release der nächsten Staffel deiner Lieblingsserie wissen möchtest, würdest du die Wand anstarren.

Blogs sind nunmal das perfekte Pendant zu gedruckten Magazinen geworden. Die einen beschäftigen sich mit Hochglanz-Glamour, während die anderen über die artgerechte Haustierhaltung beraten. Jeder zieht sein Ding durch, und stell dir vor: Es gibt für alles eine Zielgruppe und die hat Bedarf an solchem Content, sonst gäbe es niemanden, der Geld damit verdient!

2. Blogger sind in erster Linie Ratgeber

Hinter jedem einzelnen Blogeintrag steckt ein Fünkchen Hilfestellung, und mag er noch so kurz oder oberflächlich erscheinen.

  • Produkttests und -vorstellungen helfen dir, festzustellen, ob du wirklichen Bedarf an einer Sache hast.
  • Meinungsblogs bringen unter Umständen einen neuen Blickwinkel in die Sache.
  • Newsbeiträge informieren dich über aktuelles Geschehen in deiner ausgewählten Thematik.

Oder auch anders gesagt:

  • Ohne den Karriereblog wüsstest du nicht, ob eine Gehaltserhöhung langsam mal angemessen wäre und wie du bei der Einforderung vorgehen solltest.
  • Auf dem Ernährungsblog für Hunde findest du ein wichtiges Rezept für die Verdauungsprobleme von deinem Liebling.
  • Und gäbe es keinen Beautyblog, wüsstest du vielleicht gar nicht, welche Pflegeprodukte deine strapazierte Haut jetzt wirklich braucht.

3. Blogs bedienen Nischen

Nischen, zu denen es oftmals nicht genug brauchbare Fachliteratur gibt. Und das gründet (zum Glück, muss man hier sagen!) im Wesen dieser Plattformen: Wer relevant sein will und bei Google gefunden werden will (einfaches Prinzip: Betreibe SEO = erhalte Traffic = du kannst gut mit deinem Blog verdienen), muss seine eigene Nische konsequent und vor allem mit Mehrwert bedienen.

Blogger sind daher rund um die Uhr bemüht, neue Themen zu finden und neue Artikel zu entwickeln, die es so noch nicht gegeben hat.

4. Alles ist fernab der Massenmedien

Als Verfechter eines gewissen Hobbys oder Fan einer eher nischigen Sache kennst du vielleicht das Gefühl, wie es ist, wenn genau das von Massenmedien behandelt wird. Und mit behandelt meine ich zerrissen, falsch dargestellt und mit falschen Informationen bestreuselt.

So etwas passiert dir auf einem themenrelevanten Blog garantiert nicht.

Obendrein findest du dort auch erfrischende Artikel, bei denen man sich fragt, ob es wirklich Leute gibt, die einen Ratschlag dazu bräuchten. Zum Beispiel, ob man für die selbstgebastelte Geburtstagskarte lieber die Motivschere mit Wellen oder mit Zacken nehmen sollte. Spoileralarm: Es gibt immer jemanden.

5. Blogger bieten neue und objektive Perspektiven

Selbst bei bezahlten Kooperationen ist der Blogger grundsätzlich nicht daran gebunden, seine Meinungsfreiheit und Objektivität abzulegen. Und wer sein Fach versteht und das Bloggen als Beruf sieht, wird sich das auch niemals absprechen lassen und diese Punkte fest in die Konditionen eingebunden haben.

Und auch abgesehen von bezahlten Zusammenarbeiten sind Blogs oft frei von der Leber weg gehalten und können somit emotional, polarisieren und inspirierend zugleich sein. Dinge, von denen wir vor allem eins brauchen: Mehr.

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