Briefingvorlagen für externe Texter – und warum du überhaupt welche beauftragen solltest

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Ein Briefing brauchst du immer dann für einen externen Texter, wenn es sich um einen Neuzugang zu deinem Team handelt oder aber auch um eine Person, die nur kurzfristig für dich arbeitet. Es dient dazu, dass der Text, den du erhältst (und daher natürlich auch in Rechnung gestellt bekommst) auch wirklich dem entspricht, was du dir vorstellst.

Damit dies der Fall ist, erkläre ich dir in meinem heutigen Beitrag, wie ein Briefing auszusehen hat und biete dir kostenlose Vorlagen dazu an. Außerdem erkläre ich dir, was du tun kannst, wenn der erhaltene Text nicht dem entspricht, was du dir eigentlich erwartet hast.

First things first – Der Texter ist ein Profi

Ja, du beauftragst ihn für dein kleines Baby, dass er dir einen Text erstellt, aber wenn du nicht gerade einem unerfahrenen Hobbytippsler auf den Leim gegangen bist, dann solltest du hier vollstes Vertrauen haben. Und damit meine ich, dass du nicht zum Horrorkunden mutieren und dem Profi seinem Job erklären sollst.

Erstell dein Briefing, schreib keinen seitenlangen Roman darin und freue dich auf das Ergebnis. Perfektionismus ist an dieser Stelle fehl am Platz. Wer erwartet, dass die Texte genau wie die eigenen wird, muss sie selbst schreiben, da führt kein Weg dran vorbei.

Lies zu diesem Thema gerne auch meinen Artikel über die Vor- und Nachteile von fertig zu kaufenden Texten gegenüber Contentbörsen und professionellen Textern. Den findest du hier.

Du bezahlst einfach zu viel Geld dafür, dass du dich dann nach Strich und Faden ärgerst, weil dir dann irgendwas nicht gefällt. Ein anderer Texter hat nunmal auch eine andere Ausdrucksweise und bringt einen eigenen Stil mit. Kommst du damit nicht klar, musst du an deinem Zeitmanagement arbeiten und Zeitfenster unterbringen, die es dir erlauben, dass du deine Texte allesamt selbst schreibst.

Wann brauche ich überhaupt Hilfe beim Texte schreiben?

Für viele Blogger ist es wie schummeln, wenn sie externe Texter auf ihrer Seite haben, aber hier kommt es genau genommen auf die Art der Seite an, die du betreibst.

Handelt es sich um einen rein persönlichen Blog, der nur aus deinem Leben erzählt und sonst nichts weiter, kannst du nicht jemand externes beauftragen, deine Texte für dich zu schreiben. Hat deine Seite aber schon mehr Magazinstil, geht es um Ratgeber und Berichterstattungen, dann kannst du durchaus auf weitere Hände bauen.

Du musst das ja so sehen: Weitere Arbeitskraft bietet dir die Gelegenheit, dein Business zu skalieren. Kümmerst du dich auf ewig um alles selbst, wirst du irgendwann an deine Verdienstgrenzen gelangen und das war’s dann. Schon in meinem ebook “Endlich ausbrechen – das richtige Mindset von Selbständigen” schreibe ich darüber, dass du dich selbst blockierst, wenn du immer nur alles alleine machen willst.

Auf einen freiberuflichen Texter kannst du zurückgreifen, sobald deine Zeit anderweitig wertvoller investiert wäre und du es dir leisten kannst.

Und deine Zeit ist immer dann anderweitig wertvoller investiert, wenn du zum Beispiel mit dem Ausarbeiten neuer Ideen beschäftigt bist, du viele Fotos für deine DIY Anleitungen machen musst oder du auch einfach zum Bespielen deiner Social Media Kanäle zu viel Zeit benötigst. Wobei du auch hier auf Unterstützung setzen kannst, aber mehr dazu eben dann in meinem ebook.

Was muss ein Briefing beinhalten?

Das Briefing ist die Anleitung zum perfekten Text. In diesem fasst du alles zusammen, was es zum Aufbau braucht. So kannst du sichergehen, dass inhaltlich alles vorkommt, was dir wichtig ist. Stilistisch musst du natürlich damit rechnen, dass es nicht zu 100 % mit deinem Schreibstil übereinstimmt, aber das hatten wir ja schon.

  • Du musst dem Texter angeben, wie es sich um die Tonalität verhält.
    Wie soll der Text klingen? Emotional? Sachlich? Fachlich akkurat oder eher sympathisch mit dem Leser auf einer Ebene formuliert? Wird der Leser per du/Du oder per Sie adressiert?
  • Der Texter muss mehr über deine Zielgruppe erfahren.
    An welche Personen welchen Alters richtet sich der Text? Sind es Eltern, Jugendliche oder gar Großeltern?
  • Was ist die Botschaft vom Text?
    Was soll der Text dem Leser vermitteln? Ist es wichtig, dass die Marke selbstbewusst vertreten sein soll? Möchtest du den Leser und damit künftigen Kunden emotional berühren und gleich im ersten Satz abholen?
  • Was ist das Ziel von dem Text?
    Ist es ein suchmaschinenoptimierter Text oder eine Landing Page, die Besucher und Leser deiner Seite zu Käufern konvertieren soll? Handelt es sich stattdessen vielleicht um einen fachlichen Text für ein Magazin?
  • Vergiss nicht, dem Texter von deiner Konkurrenz zu erzählen.
    Wer sind die Mitbewerber, sofern es bei dem Text um ein Produkt geht? Wo bezieht dieser Stellung am Markt und was unterscheidet Sie von dessen Angebot?
  • Und dann geht es natürlich noch um den Inhalt!
    Gibt es deinerseits Wünsche zum inhaltlichen Aufbau des Textes? Soll er besonders gestaltet sein, HTML enthalten oder auf dein Corporate Directory abgestimmt sein?

Hier findest du kostenlose Briefingvorlagen

Schreibe kein seitenlanges Briefing!

In kurzen und prägnanten Sätzen ist es möglich, ein knackiges Briefing zu erstellen. Entweder nutzt du dazu meine Vorlagen oder du richtest dich einfach nach den oben genannten Faktoren und achtest darauf, dass alle dir wichtigen Punkte enthalten sind.

Ein ellenlanger Mailverkehr, der hin und her geht, macht absolut keinen Sinn für einen einzelnen Blogeintrag. Ganz im Gegenteil, das vergrault dir am Ende einen guten Dienstleister. Lieber erstmal mit einem ersten Briefing gemeinsam das Wasser austesten und dann in die Tiefe gehen, wenn alles passt und die Chemie stimmt.

Der perfekte Texter wird nicht sofort dabei sein

Du wirst über einen längeren Zeitraum einfach mehrere Versuche starten müssen, bis du den einen, perfekten Texter gefunden hast. Komm gar nicht erst auf die Idee, dass du dir kostenlose Proben schreiben lässt, denn damit wirst du zur Lachnummer in der Branche. Referenzen von bereits erbrachten Aufträgen sind vollkommen ausreichend, damit du siehst, wie es um die Grammatik und den Stil des Texters steht.

Was ist bei der Texterstellung durch Dritte außerdem zu beachten?

Du musst die exklusiven Nutzungsrechte übertragen bekommen, damit niemand außer dir diesen Text verwenden darf. Diese müssen zeitlich uneingeschränkt sein.

Achtung! Urheberrecht =/= Nutzungsrecht. Das Urheberrecht kann nach unserem geltenden Recht nicht übertragen werden. Das Nutzungsrecht ermöglicht es dir jedoch, den Text so zu verwenden, wie du ihn möchtest. Das schließt Abänderungen im eigenen Ermessen mit ein, Übersetzungen in andere Sprachen müssen jedoch gesondert mit dem Texter vereinbart werden.

Natürlich musst du dich vergewissern, was im Falle von Plagiaten geschieht. Der Texter muss dir zusichern, dass er für Urheberrechtsverletzungen seiner Texte haftet.

Hierfür sicherst du dich am besten durch eine zusätzliche Vereinbarung ab, die auch im Falle von einer nur einmaligen Beauftragung getroffen werden sollte. Auch hier habe ich für dich eine Vorlage:

Was kann ich tun, wenn der Text nicht meinen Wünschen entspricht?

Zunächst einmal handelt es sich dabei um eine individuell für dich angefertigte Dienstleistung und darüber musst du dir immer im Klaren sein. Nun gibt es bei einem unpassenden Text zwei Möglichkeiten:

  1. Das Briefing wurde nicht beachtet.
  2. Das Briefing wurde eingehalten, dir gefällt der Text nur nicht.

Im ersten Fall handelt es sich um einen Mangel und den hat der Dienstleister zu korrigieren. Er muss dir also eine kostenfreie Korrektur anbieten, genauso wie du ihm auch die Möglichkeit geben musst, diese zu erbringen.

Sagst du nein, kann dir der Texter die Leistungserbringung trotzdem in Rechnung stellen, du hast immerhin die Möglichkeit zur Korrektur abgelehnt und bist nun selbst schuld.

Diese Korrekturschleife gilt im Übrigen so lange, bis der Text dem Briefing entspricht. Du kannst im Anschluss natürlich deine Lehren ziehen und einfach nicht mehr mit demjenigen zusammenarbeiten.

Tritt aber der zweite Fall ein und entspricht der Text dem Briefing, dann liegt der Fehler bei dir. Deine Angaben hätten genauer sein müssen. Entweder erstellt dir der Texter aus Kulanz eine andere Version oder du änderst den Text selbst ab, bis er passt, ziehst deine Lehren draus und wirst beim nächsten Briefing genauer.

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