Dinge & Fähigkeiten, die du als Blogger unbedingt beherrschen musst

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Erst vor wenigen Tagen bin ich in einer Bloggergruppe auf Facebook, die etwas mehr als 10k Mitglieder zählt, mit einem anderen User aneinandergeraten. Derjenige war neu in der Gruppe und hat einen Post darin abgesetzt, mit dem er jede Menge kostenloser Infos der anderen Mitglieder abgreifen wollte – und auch abgegriffen hat.

Es ging dabei um einen Post, wie viele Besucher man pro Monat auf seinem Blog empfangen würde und wie lange man dafür gebraucht hat. Nachdem ich mir das Profil der betreffenden Person näher angesehen habe, stellte sich schnell h eraus, dass es sich dabei um einen SEO Coach handelt

Derjenige wollte also vermeintlich unter dem Deckmantel, dass er selbst zufällig einen Blog betreibt und mit den Erfahrungen, die er dadurch gesammelt hat, mit anderen Bloggern in Kontakt treten und dadurch wertvolle Informationen aus seiner Branche sammeln. Es liegt an der Stelle nahe, dass er damit dann entweder einen Guide erstellen würde oder diese Infos auf eine andere Weise in sein Coaching einfließen werden. Grundsätzlich kein Problem, nur hat er das völlig untransparent gemacht! Und als ich das kritisert habe, wurde ich von den meisten anderen Bloggern in der Gruppe belächelt. Selbst dann noch, als er sich selbst schon mehrfach wiedersprochen hat (erst hat er “das Feld (SEO) neu für sich entdeckt”, dann meinte er, “hier sprechen Profis miteinander” und so ging es immer hin und her). Es war einfach lächerlich!

Das ist alleine deshalb so problematisch, da jedes Jahr mehrere Milliarden Euro alleine in Deutschland für solche Marktforschungen investiert werden. Gleichzeitig werden aber immer mehr Personen im Web zum Narren gehalten und kostenlos für selbiges missbraucht.

Und genau deshalb ist dieser Artikel entstanden. Denn als ich den Post an die Gruppenadmins gemeldet habe, wurde das nicht ernst genommen. (Genauso wurde auch meine Kritik gelöscht, weshalb in der Gruppe nach Kooperationen gesucht wird, wenn die von den Admins selbst definierten Regeln dem widersprechen, aber das ist wieder ein anderes Thema…) Aber gut, wir sprechen hier von einer Gruppe, die unter anderem von einer Dame moderiert wird, die selbst eine Bloggeragentur gegründet hat (zum Vermitteln von Blogger an Agenturen!), plötzlich irgendwann befürchtet hat, eine Abmahnung zu kassieren, weil sie nicht wusste, dass Kaltakquise abmahnbar ist (Ich wiederhole: Agentur zur Bloggervermittlung! Da darf sowas nicht sein!) und mit der ich ohnehin nie die besten zwischenmenschlichen Erfahrungen gemacht habe, da sie sehr viele Meinungen hat, aber eben auch sehr viele grobe Wissenslücken zu haben scheint.

Sei es drum, das hat mit diesem Artikel nun auch nur am Rande zu tun. Denn all diese Vorkommnisse und viele weitere zeigen mir einfach, dass es unglaublich viele Dinge gibt, die der Durchschnittsblogger nicht beherrscht. Und das ändern wir nun gemeinsam! Ich erkläre dir, welche Fähigkeiten du dir unbedingt aneignen musst, wenn du es nicht bereits getan hast, damit du erfolgreicher Profiblogger wirst und auch weiterhin erfolgreich damit bleibst.

Blogger-Fähigkeiten

First Things First: Keiner der Profis da draußen macht etwas aus reiner Nächstenliebe

Ich kann es gar nicht oft genug betonen, aber wenn du auf einer Webseite kein Produkt entdeckst, das du kaufen kannst, dann bist das Produkt Du.

Du bringst dem Blog Klicks, Traffic und Verweildauer. Du bestimmst, wie viel der Blog wert ist, wenn es um eine Werbeplatzierung geht. Du beeinflusst mit deiner Zeit auf dieser Seite, wie gut oder schlecht die Rankings sein werden.

Und selbst, wenn du – wie auf meinem Blogger-Ratgeber – Produkte (ebooks) findest, bist du weiterhin das Produkt. Da viele Blogs mehrere Einnahmequellen kombinieren.

Das ist nicht weiter schlimm und auch nichts Neues, auch für dich dürfte es das längst nicht mehr sein. Dennoch darfst du dabei nicht vergessen, dass keiner der richtigen Profis da draußen etwas aus reiner Nächstenliebe tut.

Ich schreibe diesen Blog zum Beispiel auch nur deshalb, damit ich meine ebooks verkaufen kann. Und was funktioniert da besser, als einige hilfreiche Ratgeber und Anleitungen gratis zur Verfügung zu stellen? Diese überzeugen, stellen meine Kompetenz unter Beweis. Du weißt, dass du Qualität und jede Menge Mehrwert kaufst, wenn du meine ebooks kaufst.

Dir helfen die gratis Blogbeiträge? Super! Es gibt dennoch viele andere Leute, die dankenswerter Weise meine ebooks kaufen. Und du, der kein Geld bei mir lässt, trägt trotzdem dazu bei, dass ich Werbeeinnahmen mit dieser Seite mache.

Hinterfrage also alleine deshalb alles mindestens zweimal, wenn du etwas siehst.

  • Was könnte derjenige damit bezwecken, was er postet/schreibt? (Welchen Mehrwert oder Vorteil hat er davon?)
  • Und ist es nützlich für dich, wenn du damit nun interagierst?
  • Übersteigt der Nutzen die wertvolle Information, die du da gratis hergibst?

Wenn alles zugunsten des anderen ausfällt, solltest du dir echt überlegen, ob du da nun mitmachen willst. Denk zum Beispiel drüber nach, dass das Leben endlich ist ob du deine Zeit damit zubringen willst, sie zum Vorteil anderer zu verschenken. Wenn du dich dann noch immer dafür entscheidest, bist du dir wenigstens darüber bewusst.

An der Stelle ein passender Spruch:

Es gibt zwei Regeln für Erfolg im Business:

1. Verrate nicht alles, was du weißt.
2. …

Denn derjenige, dem du gratis all die Infos gibst, wird es andersherum in 9 von 10 Fällen nicht tun. Er nutzt dich und deine Gutmütigkeit für seinen eigenen Vorteil aus.

Die 3 großen Säulen der Selbständigkeit: Kompetenz, Branchenkenntnis & Hausverstand

Ist klar, denkst du dir jetzt. Hausverstand, haha. Aber du wirst gar nicht glauben, wie oft genau der nicht genutzt wird!

Dein eigenes Urteilsvermögen ist der beste Indikator dafür, ob du etwas tun solltest oder nicht! Und damit der richtig funktioniert, musst du ihn wie einen Kompass hegen und pflegen. Seine Nadel ist fein, aber stets korrekt ausgerichtet und weist dir den Weg.

  • Eine Kooperation bereitet dir ein ungutes Gefühl? Lehn sie ab, leg das Kapitel ad acta, zurück zum Business und vergiss die Sache! Du bist der Chef und entscheidest, mit wem du arbeitest!
  • Du findest, dass du den Blog schließen und in ein anderes Thema einsteigen solltest? Da brauchst du gar keinen vorher zu fragen, erstell gar keine Umfragen an Leser oder andere Blogger, mach es direkt. Es ist dein Leben und dein Business!
  • Willst du mal ein anderes Format ausprobieren? Mach, hopp! Die Besucherzahlen zeigen dir dann schon, was du daran noch verbessern musst. Vergiss nicht: Es gibt für alles eine Zielgruppe! Wenn das nicht sofort klappt, dann nur, weil die Feinjustierung noch fehlt.

Kompetenz und Branchenkenntnis gehen indessen Hand in Hand. Du musst deine Branche kennen wie deine Westentasche. Und damit meine ich nun nicht deine Nische (also nicht dein Blogthema!), sondern das Bloggen als Beruf.

Bestimmt kennst du mindestens ein Restaurant bzw. einen Wirt, der unglaublich gut gekocht hat, aber trotzdem pleite gegangen ist. Er hatte offensichtlich die Kompetenzen dazu, aber keine ausreichende Branchenkenntnis.

  • Du schreibst gerne, also wirst du Blogger.
  • Du eignest dir an, was es zum Bloggen braucht und startest.
  • Nun kannst du entweder…
    • Deinen Gewerbeschein anmelden, ohne zu verstehen, was du da eigentlich tust und schon in wenigen Monaten eine fette Steuernachzahlung bekommen, die dich in den Ruin treibt.
    • Dein Gewerbe anmelden, drauf los bloggen, Glück haben und gutes Geld verdienen und dann in ein paar Jahren eine Stichprobenkontrolle vom Finanzamt bekommen und dann in den Ruin getrieben werden, weil du plötzlich draufkommst, fette buchhalterische Fehler gemacht zu haben.
    • Oder dir gleich zu Beginn eine gute Branchenkenntnis aneignen, damit auch wissen, worauf du dich einlässt und immer einen Schritt voraus sein.

Mach dir nichts vor, die Eintagsfliegen, die nichts mit ihrer Branche am Hut haben und superreich werden, weil sie gerne DIYs machen und alles andere von Dritten erledigen lassen, sind genau das. One-Hit-Wonders. Vom Glück gesegnete.

Willst du die eine Person von einer Million sein, die jahrelang darauf hofft, dass genau das passiert, oder nimmst du dein Schicksal selbst in die Hand und machst was aus deinem Business?

Funny Sidestory an der Stelle: Bin mal einem Blogger begegnet, der von Schummeln sprach und es belächelte, dass jemand seinen Blog verkauft hat. Bis ich ihm eröffnet habe, dass das durchaus der Norm entspricht und es ein eigenes Geschäftsmodell ist, mehrere Blogs zu besitzen, um damit Werbeeinnahmen zu verdienen – und da eben auch An- und Verkauf dazugehört. Zerstörte sein Weltbild in 5 Minuten.

Daher wirklich: Kenne deine Branche! Wisse, wo du da mitmischt und welche Möglichkeiten dir da überhaupt alles zur Verfügung stehen! Wie willst du sonst schließlich wissen, was die beste Option zum Geld verdienen für dich ist?

Du musst nonstop an deinem Mindset arbeiten

Es steht und fällt alles mit dir. Daher musst du für ein optimales Umfeld sorgen, das dir gleich mehrere Dinge auf einmal ermöglicht:

  • Du musst Spaß an der Sache haben, um weiterhin motiviert zu bleiben.
  • Du musst lernen, deine Zeit sinnvoll zu nutzen, damit du dein maximales Produktivitätslevel erreichst = Zeitmanagement!
  • Du musst lernen, dass Pausen zwischendurch sinnvoll sind und deine Produktivität nicht beeinträchtigen, weil es auf die Qualität anstelle der Quantität bei investierter Zeit ankommt.
  • Du musst dein Selbstvertrauen stärken, um mit Krisen (Auftragsflauten, unzufriedene Leser, unzufriedene Werbepartner, …) umgehen zu können.
  • Und du musst dir immer bewusst sein, wer hier der Chef ist und dass du ein Unternehmen führst.
Mach’s dir einfach: Kauf mein ebook zum Thema Mindset!

§ Gesetze, § Gesetze, § Gesetze

Es ist trocken, es nervt uns alle, aber unterm Strich sorgt es dafür, dass hier alles geregelt abläuft und daher musst du dich mit geltenden Gesetzen auseinandersetzen!

Lies dir dazu folgende Beiträge von mir durch:

Übe dich in Rhetorik

Rhetorische Fähigkeiten sind einer der wichtigsten Soft Skills für uns Blogger. Sie ermöglichen es dir, dass du supereinfach deine Zielgruppe mit den richtigen Worten ansprichst, sie von dir überzeugst und du die gewünschten Infos gekonnst präsentierst.

Jeder kann es lernen!

Ich hab ja schonmal darüber geschrieben, dass dich eine Rechtschreibschwäche absolut nicht am Bloggen hindern wird. Nicht, weil so viele Leute einfach darüber hinwegsehen werden, sondern weil es genügend Programme gibt, die das für dich ausbügeln. Mit Rhetorik ist es aber nicht so, da brauchst du dann entweder einen Ghostwriter oder eignest dir selbst den nötigen Wortschatz an.

Das tust du am besten, indem du dich viel mit Blogs, Zeitschriften, Büchern, Podcasts und auch YouTube Kanälen aus deiner Nische auseinandersetzt. Auch deine Zielgruppe darfst du nicht außen vor lassen, denn die vermittelt dir schließlich erst, wo’s brennt und was du ihnen mitteilen musst.

Wichtig zu diesem Thema ist auch der Beitrag: So funktioniert Storytelling

& Last, but not Least: Google is your friend!

Das ist, so finde ich, das nervigste Ding bei Bloggeranfängern überhaupt.

  • Sie starten einen Blog.
  • Haben eine Frage. (z.B. wie bekomme ich mehr Traffic auf meinen Blog)
  • Die wird einfach mal grundsätzlich nicht gegooglet.
  • Stattdessen gehen sie auf Facebook.
  • Treten einer Gruppe bei.
  • Nutzen dort nicht die Suchfunktion.
  • Und posten: “hey, ich hab mal eine dumme Frage…”

Wenn sie dumm ist, was stellst du sie denn überhaupt.

Nein, im Ernst, es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Aber 9 von 10 Leuten, deren Antwort darauf nicht “google doch” oder “nutz die Suchfunktion” ist, würden genauso vorgehen.

Willst du echt Tipps von jemandem, der selbst keinen Plan hat?

Und dann noch bei so grundlegenden Dingen!

Google ist einer der wichtigsten Kernpunkte, wie es überhaupt zu Traffic auf Webseiten kommt. Wenn du nicht dazu in der Lage bist, dieses wichtige Grundthema zu verstehen, wieso glaubst du dann, dass das Bloggen das richtige Business für dich ist?!

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