Immobilien oder Aktien kaufen – was ist die bessere Geldanlage für Selbständige?

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Folgende Frage beschäftigt die schlauen Menschen der Finanzwelt schon seit vielen Jahren: Immobilien oder Aktien – was ist eigentlich besser?

Beim Thema der langfristigen Geldanlage scheiden sich die Geister schon seit vielen Jahren. Die Diskussionen sind wahre Dauerbrenner am Finanztisch.

Auch Selbständige werden immer wieder mit diesen Schwierigkeiten vom Vergleich Aktien und Immobilien konfrontiert. Um diese komplizierte Frage beantworten zu können, sollte man beide Methoden anhand der wichtigsten Kriterien beurteilen. Also sehen wir uns das mal genauer an!

Immobilien-oder-Aktien

Einstieg und Aufwand

Das Internet ist voller Online-Broker. Bei diesen kann man innerhalb weniger Klicks ein Wertpapierdepot öffnen. Dem eigentlichen Investment gehen beim Aktienhandel meist ein paar Stunden an Arbeit voraus. Dabei ist es wichtig, dass man sich nicht nur im Allgemeinen mit dem Markt auskennt, sondern dass man sich im besten Fall auch mit dem jeweiligen Unternehmen auskennen sollte, deren Aktien man erwerben möchte.

Ein ähnliches Prinzip gilt auch bei Immobilien. Hier muss man als Anleger ebenfalls einige Faktoren berücksichtigen. Die Lage des Objektes ist mit Abstand der wichtigste Faktor. Die Mieteinnahmen und die Wertsteigerung sind maßgeblich davon abhängig. Vor allem die Makrolage – also die Region oder die Stadt – aber auch die Mikrolage – also der Stadtteil oder die Umgebung sind wichtige Faktoren, welche bei der Anlage in eine Immobilie zu berücksichtigen sind.

Wer sich beide Möglichkeiten genauer anschaut, wird feststellen, dass beide Investments mit relativ viel Zeit und Mühe verbunden ist. Allerdings gibt es auch hier Alternativen: Aktienliebhaber mit weniger Zeit sollten sich auf ETFs – also auf börsennotierte Fonds – konzentrieren, welche die Wertentwicklung eines Indexes abbilden.

Als Investoren in Immobilien kann man die Hürde des hohen Eigenkapitals und die Suche nach der perfekten Lage mit dem Crowdinvesting umgehen. Hier kann man sich jede Privatperson an den Boom auf den Immobilienmarkt beteiligen.

Lies dir zu dem Thema doch auch mal folgenden Beitrag durch: Ein passives Einkommen durch Immobilien aufbauen – auch für Blogger möglich

Die mögliche Rendite und Kosten

Mit jeder Anlage sollten im besten Fall Gewinne erwirtschaftet werden. Daher sollte man hier diesen Aspekt sowohl bei Aktien und Immobilien besondere Aufmerksamkeit schenken. Die Rendite sollte im Mittelpunkt der Entscheidung stehen. Entscheidend ist dabei, dass sich die Erwartungen genau vorhersagen lassen.

Aktien sind starken Kursschwankungen ausgesetzt. Jede Person, die in Aktien anlegt bzw. anlegen möchte, beteiligt sich an dem Unternehmen. Sollte das Geschäft aufwärts gehen, profitieren die Anleger von den Gewinnen. Das gleiche Prinzip gilt aber auch bei einer Talfahrt.

Bei Immobilien lassen sich ebenfalls nicht alle Faktoren berücksichtigen. So kann keiner wissen, wie sich die Lage der Immobilie weiterentwickeln wird. Zudem kann keiner wissen, wann hohe Reparaturkosten fällig werden und wie hoch diese sein werden. Hier müssen entsprechende Rücklagen vorbereitet werden.

Doch einen Vorteil haben Immobilien. Man kann die Gewinne relativ genau bestimmen. So kann man die Rendite bei Immobilien deutlich einfacher berechnen. Dabei werden Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt, um die Rentabilität eines Objektes bestimmen zu können. Des Weiteren fällt die Rendite bei Immobilien immer höher aus als bei Aktien. So zeigt eine langfristige Untersuchung von 16 Industrieländern, dass Immobilien eine Rendite von durchschnittlich 8,7 Prozent aufweisen, während die Rendite bei Aktien im Durchschnitt nur bei 7,8 Prozent liegt.

Aus diesem Ergebnis geht auch hervor, dass sich mit beiden Möglichkeiten eine attraktive Rendite erwirtschaften lässt. Schließlich spiegeln beide Formen im Grunde die positive Entwicklung der Weltwirtschaft wider. Langfristig betrachtet steigen die Aktienkurse, während Immobilien leicht mehr Rendite abwerfen und immer weiter an Wert gewinnt.

Die eigenen Vorlieben

Jetzt ist zwar geklärt, dass beide Anlagemöglichkeiten profitabel sind. Nun kommt es darauf an, welche persönlichen Vorlieben man hat und wie die persönliche Situation aussieht.

Wer mit Kursschwankungen klarkommt und diese auch verkraften kann, kann mit gutem Gewissen in Aktien investieren. Wer sich mit Immobilien wohlfühlt und sich gerne um die Vermietung kümmert, ist mit Immobilien bestens beraten.

Am besten ist ein ausgewogenes Portfolio. Das gesamte Kapital sollte nicht in einer Anlageform liegen. So kann man sein Geld auf ein Tagesgeldkonto anlegen und sich mit einem Teil des Vermögens eine Immobilie kaufen und den Rest in Aktien investieren.

Anlageentscheidung sind von der Lebenssituation abhängig

Vor allem jüngere Personen sollten sich für Aktien entscheiden. Die Einstiegskosten sind bei Immobilien einfach zu hoch. Zudem lohnen sich Aktieninvestitionen für die Altersvorsorge umso mehr, je eher sie getätigt werden, da der Zinseszinseffekt besser genutzt werden kann.

Wer über ein hohes Einkommen verfügt, kann von den steuerlichen Vorteilen beim Kauf von Immobilien profitieren. Wird das Objekt per Kredit finanziert, kann ein Teil des Kredites als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden.

Wer von der Wertsteigerung einer Immobilie bestmöglich profitieren möchte, sollte ein Objekt in guter Lage erwerben. Damit sind vor allem Immobilien gemeint, die sich in Ballungszentren befinden. Sollte man weit weg von der Investition leben, ergibt das weniger Sinn. Beim Aktienkauf spielt es keine Rolle, wo sich das Unternehmen befindet.

Abschließende Worte

Alles in allem lässt sich nicht pauschal beantworten, ob man sein Geld lieber in Aktien oder in Immobilien investieren sollte. Wie in vielen Bereichen des Lebens kommt es auch hier auf die Situation des Individuums an. Dabei müssen sowohl die Lebenssituation, aber auch die finanzielle Situation des Anlegers betrachtet werden. Wer nur wenig Kapital zur Verfügung hat oder sich am Anfang seiner beruflichen Karriere befindet, ist mit Aktien deutlich besser beraten. Immobilien sind immer mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden.

Vergleich Aktien und Immobilien

Nachfolgend sind drei Argumente für beide Anlagemöglichkeiten zusammengefasst.

Darum Aktien

  • Der Aktienfonds macht weniger Arbeit als eine zu verwaltende Immobilie
  • Aktien lassen sich streuen und verursachen kein sogenanntes Klumpenrisiko
  • Der Anstieg in den Handel mit Aktien ist auch mit geringeren Geldbeträgen möglich

Darum Immobilien

  • Immobilien sind nicht mit so starken Wertschwankungen verbunden wie Aktien und sind wertbeständig
  • Finanzierung von Immobilien sind zumindest zurzeit mit niedrigen Zinsen verbunden
  • Immobilien ermöglichen die Eigennutzung oder Gewinne durch Vermietung
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