Kennst du deinen monatlichen Muss-Umsatz?

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Kremple deine Ärmel hoch, heute geht’s ums Geld! Und zwar im Genaueren darüber, wie viel der Umsatz betragen muss, den du monatlich zu erreichen hast, um ein erfolgreiches Blog-Business zu führen.

Bevor du dich mit der Gewerbeanmeldung als Blogger auseinandersetzt, müssen noch ein paar andere administrative Tätigkeiten durchgeführt werden. Eine davon wäre es, deinen Preis zu berechnen, den du für eine Kooperation veranschlagen kannst. Außerdem wäre es natürlich nicht ganz falsch, abzuwägen, welche Optionen dir in deiner aktuellen Ist-Situation zur Verfügung stehen, um dein Unternehmen aufzubauen. Mach dir daher Gedanken über die Einnahmequellen, die dir mit deinem Blog zur Verfügung stehen und welche davon auch aktiv genutzt werden.

Soweit alles aufgeschrieben? Du kannst diese Dinge auch nachholen, nachdem du dir deinen monatlich nötigen Mindestumsatz ausgerechnet hast. Das ist kein Problem!

Was kostet die Welt? Dein Verdienst als Blogger

Als Blogger bist du der Mittelpunkt deiner Website. Der gesamte Erfolg deiner Seite steht und fällt mit dir. Da ist ganz egal, wie viele Personen dein Team umfasst, um ausreichend Inhalte zur Verfügung zu stellen. Ob du eine Einzelkämpferin bist, oder du freiberufliche Texter damit beschäftigst, dir zur Seite zu stehen; das macht keinen großen Unterschied zunächst. Am Ende bist es du, die sich darum kümmert, dass alles rund läuft.

Und damit das möglich ist, schauen wir uns nun einmal genau an, mit welchen Fixkosten du zu rechnen hast, damit du hauptberuflich von deinem Blogger-Business leben kannst.

Jährliche Kosten des Blogger-Gewerbes

  • Gewerbeschein für ein Ankündigungsunternehmen: € 100,-
    Alternativ: Gewerbeschein für eine Werbeagentur: € 150,-
    → wird als Grundumlage an die WKO entrichtet
  • Webspace und Domain Ø € 40,-
  • Handyrechnung Ø € 360,- (€ 30,- x 12 Monate)
  • Steuern
  • Sozialversicherungsbeiträge
[otw_shortcode_info_box border_type=”bordered” border_color_class=”otw-black-border” border_style=”dashed”]Beachte: Mein Beispiel betrifft österreichische Blogger. Passe die einzelnen Positionen an dich an.[/otw_shortcode_info_box]

Und zu diesen Kosten kommen nun noch deine jährlichen Lebenskosten hinzu. Sprich; Miete, Lebensmitteleinkäufe und was sonst noch so alles anfällt. Auch zusätzliche Kosten, die du beispielsweise durch einen Steuerberater, eine Rechtsschutzversicherung und und und aufbringen musst, sind hier natürlich zusammenzurechnen.

Wie hoch sind die Steuern und Sozialversicherungsbeträge?

Diese richten sich immer ganz nach dem, was du umgesetzt hast bzw. was dir als Reingewinn übrig bleibt. In Österreich gelten folgende Richtwerte:

Gut zu wissen: Umsätze, die du per Reverse Charge erwirtschaftet hast, fallen nicht in die Berechnungsgrenze für Kleinunternehmen hinein. Aber die daraus erwirtschafteten Gewinne müssen ggf. (abhängig von der Höhe am Ende natürlich) in Form von Einkommensteuer versteuert werden.

Außerdem dürfen die € 30.000,- in fünf Jahren einmal um 15 % überschritten werden.

Was ist Reverse Charge?

Hierbei handelt es sich um einen Umkehr der Steuerschuld. Du, sowie auch dein Kunde, müssen beide über eine UID Nr. verfügen. In so einem Fall kannst du eine Nettorechnung ausstellen und musst keine MwSt abführen. Die UID Nr. beantragst du einfach bei deinem Finanzamt. Du musst dadurch jählich eine USt-Erklärung durchführen. Kommst du aber nicht über die Grenze des Kleinunternehmens hinaus, ist hier nichts zu bezahlen. Wichtig ist, dass die Erklärung elektronisch beim zuständigen Finanzamt eingeht.

Näheres zum Reverse-Charge-Verfahren kannst du dir auf der WKO Website durchlesen.

[otw_shortcode_info_box border_type=”bordered” border_color_class=”otw-black-border” border_style=”dashed”]Ein guter Richtwert, mit dem du nichts falsch machen kannst: Zumindest ein Drittel von deinen Einnahmen wirst du dafür nutzen müssen, um Steuern und Sozialversicherungsbeiträge tragen zu können.[/otw_shortcode_info_box]

Mindestumsatz anhand fiktivem Beispiel berechnet

  • Private Fixkosten (Miete, Einkauf usw.) = € 1.500,- monatlich = € 18.000,-
  • (aus obigem Beispiel) Gewerbeschein, Webspace und Handyrechnung jährlich = € 500,-
  • Rechtsschutzversicherung, Steuerberatungskosten, beides jährlich = € 2.940,-
  • Büromaterial, Arbeitsgeräte (Laptop, Drucker, usw.) als jährliches Budget = € 2.000,-
  • jährliches Budget für Fremdleistung; z.B. Webdesigner, Texter oder Grafiker = € 2.500,-
  • Finanzieller Puffer für schlechte Auftragslage oder große Anschaffungen = € 3.000,-

Insgesamt kommen wir hiermit mal auf einen Mindestumsatz von € 28.940,- ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Jetzt eine fixe Summe X zu nennen wäre unmöglich. Aber wenn du ein Drittel davon einkalkulierst, um damit Steuern und Sozialversicherung zu tragen, bist du eigentlich ganz gut dabei. Wären also € 9.550,20 und damit in Summe € 38.490,20, die du jährlich umsetzen musst. Ergibt einen monatlichen Mindestumsatz von € 3.207,52. Eine Summe, mit der man schonmal ganz gut arbeiten kann.

Wie du diese nun erwirtschaftest, funktioniert natürlich über mehrere Wege. Wie gesagt hast du als Blogger gleich mehrere Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Ein Umsatzmodell könnte folgendermaßen aufgebaut sein:

  • Pro Monat 6 direkte Kooperationen, insgesamt € 1.200,- (jeweils € 200,- kalkuliert durch Blogwerte)
  • Monatliche Werbeeinnahmen durch Amazon, AdSense & Co., insgesamt € 900,-
  • Eigenes eBook um € 9,99, wird monatlich 55 Mal verkauft, insgesamt € 549,45
  • Du arbeitest nebenher noch für andere Blogger und erstellst für sie Texte, insgesamt € 600,-

Alternativ kannst du natürlich auch mehrere Blogs aufbauen. Sich beim eigenen Umsatz nicht nur von einer Einnahmequelle abhängig zu machen ist natürlich auch eine Sache, die man sich zu Herzen nehmen sollte.

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