So funktioniert Storytelling

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Ich weiß noch genau, wie schwierig es für mich war, als das erste Mal einer meiner Kunden einen Text von mir haben wollte, der nach dem Prinzip des Storytelling aufgebaut war. Stundenlang habe ich im Web nach den verschiedensten Artikeln zu diesem Thema gesucht. Da ich nicht so richtig schlau daraus wurde, habe ich mich danach verschiedenen YouTube Videos gewidmet. Weder durch englische, noch durch deutschsprachige Quellen bin ich zu einem Ergebnis gekommen, das mir weitergeholfen hätte.

Natürlich war mir klar, dass es sich dabei um eine ganz besondere Methode der Contenterstellung handeln musste. Nicht umsonst bin ich auf einem Marketingblog nach dem anderen bei meiner Suche gelandet.

Aber weißt du, was der wohl größte Fauxpas in jedem dieser Fälle war? Jeder einzelne Blogartikel darüber war an Personen addressiert, die mit dem Begriff schon etwas anfangen können. Wo bleibt die Einführung in diese Thematik? Die schrittweise Anleitung, so etwas selbst umzusetzen und von diesem hochgelobten Vorgehen im Online Marketing zu profitieren?

Schluss mit der endlosen Suche, dir muss es nicht so gehen, wie mir. Ich erzähle dir lieber, worum es sich dabei handelt und – noch viel wichtiger – zeige es dir.

Wie funktioniert Storytelling?

Story Telling = Telling Stories. Geschichten erzählen. Das ist es, was man hier, simpel ausgedrückt, macht.

Ganz ohne “es war einmal” oder einen anderen Hinweis dazu, dass man seinem Leser nun etwas erzählen möchte. Wieso auch, man schreibt immerhin auf einem Blog, da ist sowas ganz normal. Oder?

Denk mal an deinen eigenen Blog. In wie vielen deiner Beiträge gibst du persönliche Erfahrungen an deine Leser weiter? Oder in wie vielen erzählst du etwas, das jemandem geschehen ist, den du kennst? Sowas ist quasi der Inbegriff von einem Storytelling Blogeintrag. Du hast je nach Alter deiner Seite daher womöglich schon den ein oder anderen verfasst, ohne es direkt bemerkt zu haben.

Jede Geschichte wird dabei auf folgenden drei Stützpfeilern aufgebaut:

  1. Die Anfangssituation, mit der sich der Leser identifizieren kann
  2. Eine Situation, die maßgeblichen Einfluss nimmt
  3. Das Ergebnis, wie sich die anfängliche Situation durch den Einfluss verändert hat

Die Storytelling Methode funktioniert allerdings auch mit einer Geschichte, die gar niemand wirklich erlebt hat. Ganz nach dem Prinzip eines guten Drehbuchs gibt es einen Hauptcharakter, vielleicht ein paar Nebencharaktere und eine Handlungsspitze. Am Ende gibt es eine Botschaft, die du durch diese kurze Story vermittelst und da dein Leser etwas daraus gelernt hat, behält er sie auch in positiver Erinnerung.

Du darfst dabei so detailliert oder ungenau sein, wie immer es dir beliebt. Hauptsache, es ergibt einen Sinn und der rote Faden geht nicht dabei verloren.

Oder du nutzt Bilder dazu und fixierst dich in deiner Geschichte gar nicht erst auf viel Text! Es ist alles erlaubt, was dir in den Sinn kommt. Schon mit nur vier Sätzen lässt sich erfolgreiches Geschichtenerzählen betreiben.

Wichtig ist, dass du die Geschichte mit einem Ende ausstattest. Niemand mag offene Enden.

Warum ist Storytelling ein so wichtiges Werkzeug?

Storytelling Marketing tritt nicht auf der Stelle. Du lässt dich nicht dazu hinreißen, minutenlang am Anfang der Geschichte festzuhängen, die du vermitteln willst und wiederholst dich daher auch nicht immer. Es geht unaufhörlich weiter, wie eine Achterbahnfahrt.

Die reißerischen Kurven sorgen dafür, dass dein Leser bei dir bleibt. Dass er gar nicht genug von deinen Worten bekommen kann und er jeden einzelnen Buchstaben mit seinem geistigen Auge berührt haben muss.

Indem du dich in die Sichtweise deiner Besucher hineinversetzt, schaffst du es, das Thema spannend zu gestalten, das du darbieten möchtest. Du gibst ihnen zu erkennen, dass ihre verwirrte Haltung völlig normal ist und zeigst humorvoll, dass das auch egal ist. Entweder, weil es gar nicht darauf ankommt, das voll und ganz zu verstehen, oder weil du ohnehin gleich für Aufklärung sorgen wirst.

Dein Content wird gerne geklickt und er wird vor allem gerne geteilt. Das ist Marketing auf höchstem Niveau – und das, ohne dass du viel Budget dafür aufbringen hast müssen. Denn das einzige, was du dafür getan hast, ist einen Text zu verfassen, der alles andere als langweilig ist.

 

Menschen erinnern sich nicht daran, was du gesagt hast,

sondern was für ein Gefühl sie dadurch erleben durften.

Storytelling Beispiele – Das Geheimnis dahinter

Warum funktioniert das eigentlich so gut, wenn man dem Besucher eine Geschichte erzählt? Nun, nur die wenigsten von uns werden es vorziehen, ein ganz trockenes Sachbuch zu lesen. Da greifen sie dann doch lieber zu einem spannenden Mysterythriller oder einem romantischen Roman, der das Herz schmelzen lässt.

Es sind die Emotionen, über die wir Menschen uns am einfachsten ansprechen lassen.

Beispiel 1: Ein Beziehungsthema

Auf einem Lifestyleblog, der viele Beziehungstipps parat hat, erscheint ein Artikel über Liebeskummer und wie man ihn am leichtesten besiegen kann. Anstatt die Tipps einfach nur ganz sachlich aufzulisten, beginnt der Text mit ein paar einfühlsamen Zeilen darüber, wie schrecklich sich diese Gefühle auf das Gemüt auswirken können. Dann folgen die Tipps. Da sie dazu führen, dass sich die anfängliche Situation bessern wird, beendet man diesen Blogeintrag damit, in ein paar Zeilen darüber zu schreiben, was man alles mit der neu gewonnenen Energie anfangen kann.

Am Ende erhält der Leser etwas seelischen Beistand, obwohl niemand diese Worte direkt an ihn gerichtet hat. Er hat wertvolle Tipps einholen können und wird sich daran machen, diese auch umzusetzen. Denn das, was ihm zum Schluss in Aussicht gestellt wird, will er auch haben. Weil er feststellen wird, dass diese Tipps wirklich funktionieren, empfiehlt er diesen Blogeintrag bei Gelegenheit weiter.

Beispiel 2: Beauty & Fashion

Wer seine Leserschaft um eine neue Zielgruppe erweitern möchte, muss sich in der Aufbereitung seiner Themen durchaus kreativ zeigen. Auch Beauty & Fashion Blogs haben ein hohes Potential, zusätzliche Klickzahlen zu generieren.

Einfühlsame Beiträge, welche Neulinge langsam an das aufwendige Schminken heranführen, können mit lustigen Erlebnissen kombiniert werden, die man selbst einmal erlebt hat. Kombiniert mit Beispielbildern im “yay & nay Prinzip” wird das Ganze zu einer lustigen Sache. Das lässt sich auch im Fashionbereich prima umsetzen. Die Moral der Geschichte ist hier jedesmal dieselbe: Dein Leser kann sich durch die verschiedenen Tipps ausprobieren und seinen eigenen Stil finden. Ganz, ohne Angst haben zu müssen, sich draußen dann zum völligen Deppen zu machen, denn darauf bereitest du ihn in deinen Zeilen schließlich ausgiebig vor.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Du musst keine Angst haben, dass viel schiefgehen kann. Denn das einzige, was passieren könnte, sind Klickzahlen, die unter deiner Erwartung liegen.

Daher solltest du besonders zu Beginn, wenn du dich erst noch am Storytelling versuchen möchtest, noch nicht so viele Beiträge vorschreiben und dich erstmal ausprobieren. Dabei wirst du immer selbstsicherer werden und hast du deinen ganz persönlichen Stil zum Geschichtenerzählen erst einmal gefunden, hält dich nichts mehr auf!

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