10 Tipps gegen Aufschieberitis

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Schon einmal von dem Begriff gehört, Aufschieberitis? Bezeichnet wird damit die Unart, unliebsame Dinge stets vor sich her zu schieben, anstatt sie einfach zu erledigen. Was viele Personen dabei nicht wissen, ist allerdings, dass Betroffene durchaus auch dazu neigen, Dinge von sich wegzudrängen, die sie eigentlich ganz gerne tun.

Du hast dich selbst schon einmal mit Aufschieberitis diagnostizieren können? Dann werden die nachfolgenden zehn Tipps bestimmt sehr hilfreich für dich sein. Da sie alle psychologisch erprobt sind und zum Teil auf tief in uns verwurzelte Ursprünge zurückgreifen, besteht bei einem jeden von uns die Garantie, dass sie auch wirklich helfen. Lies dir also die Tipps aufmerksam durch und erinnere dich stets daran: Danach gibt es keinen Grund mehr, die Dinge weiter vor dir her zu schieben.

1. Setze dir klare Ziele

Sich selbst klare Ziele zu setzen hilft stets dabei, Dinge, die man sich vorgenommen hat, auch wirklich in die Tat umzusetzen. Nur ist es manchmal ratsam – oder sogar nötig – diese auch aufzuschreiben, um sie zu verinnerlichen. Ähnlich einem Lernvorgang, wie du ihn bestimmt noch aus der Schule kennst, musst du die geschriebenen Worte – und damit deine auf Papier festgehaltenen Ziele – einmal vor dir sehen, um diese auch zu realisieren. Tippe sie nicht auf dem PC ab, denn schreibst du es mit der Hand, verleiht das dem Ganzen ein ganz anderes Gefühl!

2. Bekämpfe deine Angst

Wer an Aufschieberitis leidet, hat meist schlichtweg Angst vor etwas. Ob es nun unliebsame Kritik ist oder die Angst, Entscheidungen zu treffen, macht dabei keinen Unterschied. Beginne, diese Dinge positiv zu sehen. Denn obwohl Kritik zunächst oft hart ist, bringt sie dich voran. Genauso, wie es gut durchdachte Entscheidungen tun. Sie bereiten dir den weiteren Weg durch dein Leben.

3. Arbeite an deiner Frustgrenze

Ängste vor Kritik haben meist damit zu tun, dass man eine sehr niedrige Frustrationsgrenze hat. Anfangs wird es nicht sehr leichtfallen, aber wenn du beginnst, wirklich immer das Positive darin zu sehen, sinkt die damit verbundene Frust schon bald. Mit anderen Worten legt man sich hierbei auch einfach eine dicke Haut zu.

4. Entziehe dich dem Leistungsdruck

Unsere Gesellschaft basiert auf Leistung. Kein Wunder, dass dadurch oftmals großer Druck vorherrscht und man irgendwann Gefahr läuft, nicht mehr klar denken zu können. Traue dich, genau jenem Stress abzusagen. Höre tief in dich hinein und finde heraus, wo deine Schwächen liegen. Lasse danach nicht weiter zu, dass sie in deinem Alltag zu einem Problem werden, sondern stütze sie, indem du gezielt auf deine Stärken zurückgreifst.

5. Triff Entscheidungen

Um dich klar durchzusetzen und deine Ziele streng verfolgen zu können, musst du Entscheidungen treffen. Seien es nun solche, welche deine Arbeitszeiten betreffen oder auch, wo du deine Aufgaben durchführst. Es ist wichtig, dass du konsequent dabeibleibst und nicht zulässt, dass sich Personen an jenen Entscheidungen vorbeimogeln. So mag es zwar toll sein, wenn dir dein bester Kumpel ein witziges Bild sendet, aber es lenkt nunmal ab.

6. Setze Prioritäten

Kein Alltag verstreicht, in dem nicht irgendwelche wichtigen Dinge passieren. Du wirst nicht nur im Berufsleben verschiedene Dinge auf deiner – wenn auch mentalen – Checkliste haben, die erledigt werden müssen. Beginne, diese zu priorisieren und arbeite dich langsam durch diese Liste. Schon bald wirst du sehen, dass jeder einzelne Punkt ein gewisses Erfolgserlebnis mit sich bringt, da du etwas geschafft hast. Besonders, wenn du dazu neigst, ständig Dinge vor dir herzuschieben, sind solche Erfolge wichtig. Belohne dich mit kurzen Pausen oder Dinge, die du gerne tust. Übertreibe es allerdings nicht, damit du nicht die nächsten To-Dos auch wieder aufzuschieben beginnst.

7. Halte Vereinbarungen ein

Ein Termin, der dir vielleicht Bauchschmerzen bereitet, weil er Verhandlungen birgt, die dir doch eigentlich völlig zuwider sind, sollte unbedingt eingehalten werden. Womöglich sogar gerade deshalb, weil es dir so sehr gegen den Strich geht. Indem du dich solchen Momenten stellst, triffst du die Entscheidung, gegen die Aufschieberitis anzukämpfen – und zuvor hast du bereits gelernt, dass genau das sehr wichtig ist.

8. Erfreue dich auch an kleinen Schritten

Feiere Erfolgserlebnisse und damit auch die kleinsten Schritte, die du geschafft hast. Es ist wichtig, dass du dir selbst eingestehst, wie weit du bei deinem Kampf gegen die Aufschieberitis schon gekommen bist. Denn nur so weißt du auch, ob noch viel in diesen Belangen zu tun ist.

Hast du Schwierigkeiten damit, so beginne, deine To-Dos in zwei Kategorien zu sortieren. Ein Bereich betrifft jene Aufgaben, die dir völlig zuwider sind und der zweite jene Aufgaben, die dir Spaß machen. Erschaffe ein kleines Spiel daraus, indem du für jede unliebsame Aufgabe gleich zwei tolle erledigen darfst. Nach diesem Belohnungssystem arbeiten viele Psychotherapeuten und dadurch konnten sie riesige Erfolge verzeichnen. Ganz einfach aus dem Grund, weil unser Körper bei einem Erfolgserlebnis Glückshormone ausschüttet. Du achtest also obendrein noch auf die Gesundheit deiner Psyche, wenn du so arbeitest.

9. Lege Routinen fest

Ist es dir nicht möglich, deine To-Dos in jene zwei Kategorien zu teilen, so versuche dich an Routinen. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, daher sollte ein jeder von uns gut darauf ansprechen, sich schon im Vorhinein auf einen gewissen Turnus vorbereiten zu können. Vergiss allerdings nicht, trotz all den durchgetakteten Arbeitsblöcken in deinem Alltag, dass stets eine spontane Änderung hereinflattern kann. Vielleicht gibt es einmal technische Schwierigkeiten mit benötigter Hardware. Oder das Wetter spielt nicht mit, wenn es zu deinen Routinen gehört, jeden Morgen auf die nicht überdachte Veranda zu schlendern, um auf dem Laptop Mails zu checken. Binde solche Routinen daher keinesfalls an Gegebenheiten, die du nicht kontrollieren kannst. Mache stattdessen deinen Alltag zu einem Abenteuer, das von dir beherrscht wird. Sich die Zähne zu putzen ist auch ein sehr routinierter Vorgang – und der ist nur davon abhängig, dass wir morgens aufstehen oder abends ins Bett gehen. Denk darüber nach.

10. Fang an. Jetzt!

Nun hast du so einige Tipps mit auf den Weg bekommen, die dir dabei helfen, endlich die Aufschieberitis zu bekämpfen. Setze es in die Tat um und beginne mit dem schwierigsten Punkt von allen: Fang an. Und am besten gleich jetzt, denn sonst fällst du nur in das Schema zurück, in welchem du doch alles morgen erledigen könntest.

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2 Comments

  1. Hi Babsi!
    Deine Tipps sind wirklich gold wert. Da ich selber unter akuter Aufschieberitis leide, habe ich mich da sehr wiedergefunden. 🙈
    Immerhin: Inzwischen ist es nicht mehr so schlimm wie noch vor ein paar Jahren. Mir haben damals besonders Tipp 2 & 9 geholfen, meine Einstellung zu ändern. Es war immer einfach zu sagen “Ich kann nichts dafür, dass ich immer alles aufschiebe” – denn so akzeptiert man es, ohne was dagegen zu machen. Man muss sich also wirklich damit auseinandersetzen: Welche Aufgaben schiebe ich immer wieder auf? Warum schiebe ich sie auf? Was kann ich dagegen tun?
    Man kann nur gegensteuern, wenn mand die Ursachen kennt.
    Und dann gilt es anzufangen. Das finde ich manchmal immer noch am schwersten. ^^” Aber wie du schreibst – sonst fällt man nur wieder in das alte Prokrastinatons-Schema zurück.

    Alles in allem also ein super Beitrag (das gilt übrigens auch für den Ausreden-Artikel!)!
    Liebe Grüße,
    Chrissi

    1. Hey Chrissi!

      Oh ja, die Sache damit, dem selbst gegenzusteuern ist wohl die schwierigste. Innerer Schweinehund und so. Ich finde es toll, dass du mich und meine Leser daran teilhaben lässt, wie es dir mit dieser Sache gegangen ist – so merkt man, dass man doch tatsächlich nicht alleine mit solchen Problemchen ist. Wie gut das tut! 🙂

      Danke für dein Kompliment, ich hab mich sehr über deinen Input gefreut.

      LG Babsi

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