Diese Gründe sind oft nur Ausreden von Selbständigen

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Bevor es losgeht, noch eine kurze Erklärung: Aus welchem Grund könnten Selbständige eine Ausrede benötigen? Das ist es doch bestimmt, was du dich fragst. Es ist nämlich so, dass Selbständige oft dazu neigen, sich selbst zu belügen, wenn sie damit unangenehmen Tatsachen aus dem Weg gehen können. Doch dadurch schlittert man erst recht in die Bredouille. Schon Bernard Roth, ein Professor von der Stanford University erklärte diesen Vorgang damit, dass sich Menschen oft mit falschen Tatsachen selbst davon abhalten, ihre Träume und Ziele zu verwirklichen. Daher geht es nun um ein paar vermeintliche Gründe für Aufschieberitis, die eigentlich nur Ausreden sind.

1. Weil es einfacher ist, nichts zu ändern

Das ist eine der Ausreden, an denen die Selbständigkeit im Generellen oft scheitert. Im bestehenden Arbeitsverhältnis sei alles viel einfacher. Gehaltseingänge sind geregelt, man muss sich nicht um unliebsame Steuerthemen kümmern und überhaupt bekommt man die Arbeit vom Vorgesetzten und muss sich nicht erst um Kunden bemühen. Meistens jedenfalls, denn dieser Umstand variiert natürlich je nach Beschäftigung. Dass man als Selbständiger allerdings die Freiheit genießt, genau das zu tun, was man möchte und auch nur mit den Kunden zusammen zu arbeiten, die einen selbst auch wertschätzen, lässt man hierbei oft unter den Tisch fallen. Zudem ist es nicht nötig, sich bei Unwissen mit Steuer- oder Rechtsthemen herumzuschlagen. Dafür gibt es engagierte Unternehmen – und die Rechnungen von diesen lassen sich wunderbar von der Steuer absetzen.

2. Unsicherheit

Natürlich ist es gut, Unsicherheiten zu verspüren. Ohne dieses Gefühl würde der Mensch blindlings in Gefahren hineinlaufen, ohne ein zweites Mal darüber nachzudenken. Aber es ist wichtig, tief in sich hineinzuhorchen und dabei der Sache auf den Grund zu gehen. Bestehen Unsicherheiten bloß deshalb, weil es um unbekanntes Terrain geht? Oder hat man Angst, zu versagen? Wann hat man nach eigenen Ansichten nach versagt? Es lohnt sich, dies mitunter auch schriftlich festzuhalten und sich hierbei dann Notizen zu machen, wenn das positive Gegenteil eingetreten ist. So beginnen wir, wahrzunehmen, dass manchmal die Unsicherheiten völlig unbegründet sind.

3. Zeitmangel

Wenn es etwas äußerst Wertvolles in unserem Leben gibt, dann ist das natürlich Zeit. Während der geregelte Berufsalltag so verlockend durchroutiniert wirkt, vergisst man oft den ganzen Frust, der aufgrund der nicht vorhandenen Selbstbestimmung immer höher aufsteigt. Zeitmangel hat man wirklich nur dann, wenn man ihn selbst zulässt. Wer seinen Tag ordentlich durchplant und einzelne Punkte nach bestimmten Prioritäten abarbeitet, wird auch ein entscheidendes Stück Lebensqualität genießen können.

4. Wo soll man anfangen?

Oft fürchtet man sich vor der Selbständigkeit, weil man nicht wüsste, wo man beginnen soll. Doch denk einmal an Beststellerautoren. Meinst du wirklich, dass diese immer mit der ersten Zeile eines Buches beginnen? Es kommt immer erst ein Konzept oder zumindest ein zündender Gedanke. Auf dieser einen Sekunde kann ein ganzes Unternehmen basieren. Hör auf damit, ständig den Anfang finden zu wollen. Es ist der Kern der Sache, den du zunächst ergründen musst, ehe du ein Unternehmen darauf aufbaust.

5. Fehlende Nachfrage

So etwas gibt es. Aber das muss kein Grund sein, um Misserfolg zu haben. Wenn keine Nachfrage für dein Produkt besteht, dann hast du noch nicht die richtige Zielgruppe gefunden. Ein anderer Hintergrund dafür kann auch sein, dass du zu wenig Verkaufspsychologie anwendest. Die goldene Regel für solche Fälle ist: Zeige deinen potentiellen Kunden, dass dein Produkt genau das ist, was sie unbedingt brauchen. Selbst, wenn es bis dahin nicht so gewesen ist.

6. Zu viel Konkurrenz

Auch das mag ein Grund, aber kein Hindernis sein. Eine gelungene Ausrede ist es daher ebenso wenig, wie die vorergehenden Gründe eine sind. Konkurrenz belebt das Geschäft, so heißt es jedenfalls. Sieh es als eine Herausforderung an, bleib aber ein fairer Mitbewerber. Biete deinen Kunden etwas, das sie nur bei dir bekommen. Ob es sich dabei um den Service ihrer Träume handelt, oder um ein Produkt, das völlig revolutionär ist, liegt ganz bei dir.

7. Bisher hat es auch funktioniert

Frei nach dem Motto: „Never touch a running system!“

Es mag zutreffen, dass man ein gut laufendes Konzept nicht verändern sollte, da dies zu Problemen führen kann. Wenn aber deine Geschäftsidee drei Jahre lang gut gelaufen ist, nun aber nicht mehr so boomt, dann kann das Problem durchaus an der fehlenden Weiterentwicklung liegen. Besonders in der heutigen Zeit, in welcher die Gesellschaft so schnell voranschreitet und bereits eine halbe Stunde eine unvergleichlich lange Zeitspanne darstellen kann, musst du mit modernen Strategien aufwarten.

8. Es liegt an den Kunden

Selbstverständlich kann es tatsächlich auch einmal daran liegen, dass deine Kunden zu viel für zu wenig Geld erwarten. Dabei kann Frust aufkommen, denn ewig im Preis gedrückt zu werden macht einfach keinen Spaß. Doch sieh es einmal von der Perspektive der Kunden aus. Was könnte an deinem Angebot dazu aufrufen, solche Verhandlungen überhaupt erst einzugehen? Präsentierst du dich zu wenig professionell? Liegt es womöglich daran, dass du keine klaren Vorgaben erteilst, wann, in welcher Form und zu welchem Umfang Aufträge am besten abgewickelt werden können? Informierst du ausreichend über die Vorgehensweise, wenn Mängel bestehen? Überdenke dein Mindset in Bezug auf deine Kunden und finde heraus, welche Punkte du verbessern kannst.

9. Erfahrungsmangel

Natürlich, ohne Erfahrung wird man nie genügend Professionalität aufweisen können, um in der obersten Liga mitspielen zu dürfen. Doch diese sammelst du auch genauso, wie du deine Referenzen mit jedem weiteren Auftrag aufstocken kannst. Schau nach vorne und beginne positiv zu denken! Es ist durchaus möglich, dass du bereits alleine durch eine aufmerksamere Haltung im Alltag einiges dazulernst. Jeder Kunde ist anders, genauso wie auch jeder Auftrag eine neue Herausforderung bergen wird. Das eine spezielle Schema gibt es nicht, besonders in der Selbständigkeit nicht.

10. Unterbewusste Zweifel

Zweifel und Existenzängste plagen uns natürlich am meisten, das ist nicht nur für Selbständige so. Wenn du bemerkst, dass dir solche Gedanken zu schaffen machen, dann nimm dir Zeit und denke darüber nach, was das Schlimmste wäre, das dir passieren könnte. Deine Miete nicht zu bezahlen? Das passiert auch, wenn ein Betrieb unerwartet in Konkurs geht und man ohne Gehaltszahlung dasteht. Werde dir bewusst darüber, dass es kein Problem gibt, das man nicht mit genügend Wille aus der Welt schaffen kann.

 

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