Vom Keyword zum Content – so stellst du’s richtig an

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Mich erreichen überraschend oft Fragen dazu, wie man anhand von einem Hauptkeyword einen Blogeintrag sinnvoll aufbauen kann. Irgendwann habe ich deshalb beschlossen, einen Artikel darüber zu verfassen und hier sind wir nun.

In einem vorergehenden Beitrag habe ich dir ja schon eingehend geschildert, wie du eine Keywordrecherche machst. Dadurch weißt du schon, welchen Begriff du als Hauptwort nutzen willst und welche nebenher noch eingebaut werden sollen. Mit anderen Worten hast du schon eine ungefähre Vorstellung davon, was dieser Text enthalten soll:

  • Welche Fragen werden geklärt?
  • Welches Problem wird gelöst?
  • Gibt es Tipps, die du unbedingt vermitteln möchtest?
  • Soll ein Video oder etwas anderes in diesem Blogartikel eingebunden werden?
  • Was soll die nächste Handlung nach dem Lesen sein?
  • Über welchen Weg soll der Artikel die meisten Leser beziehen?

Aufgeteilt in einzelne Schritte nehmen wir uns nun jeder Sache nacheinander gemeinsam an. Los geht’s!

1. Die Headline wird an den Zweck angepasst

Du kennst die Intention deines Lesers, denn diese auszulösen ist schließlich auch dein Ziel. Dementsprechend wird die Headline des Blogartikels nun auch aufgebaut.

Die gewünschte Intention kann sein, dass er auf Google nach einem bestimmten Keyword sucht und so bei dir landet. Oder du hast vor, dass die meisten Leser über Facebook und andere Social Media Kanäle kommen sollen. In jedem Fall gilt dein Hauptaugenmerk der Headline. Betreibe kein Clickbait, sondern stelle dem Leser in Aussicht, dass er auch wirklich finden wird, was die Überschrift verspricht.

Im Optimalfall nutzt du natürlich die Möglichkeit, die eigentliche Headline auf Social Media und den Meta-Title für die Suchmaschine auszurichten. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.

Hier ein Beispiel für eine gelungene Kombination:

Keyword: Artgerechter Hamsterkäfig
Headline: Ist dein Hamsterheim wirklich artgerecht?
SEO-Titel: So richtest du deinen Hamsterkäfig artgerecht ein

Das Plugin YOAST bietet dir hier eine ganz einfache Möglichkeit, das händisch einzutragen. Es ist übrigens nicht notwendig, das Hauptkeyword in der Headline einzubauen, wenn es schon im Meta-Title vorkommt.

2. Was ist das Ziel deines Artikels?

Um den Blogeintrag nun weiter auf- und auch auszubauen, musst du dir über das Ziel und damit seinen Zweck im Klaren sein. Der sollte im besten Fall natürlich im Zusammenhang mit dem Keyword stehen. Nutzt du Beispielsweise ein Money-Keyword, sollte das Ziel des Artikels sein, etwas zu verkaufen. Du bietest eine letzte Beratung, damit der Leser seine Wahl treffen kann – den Kaufentschluss an sich hat er schon gefasst, bevor er deine Seite betritt.

3. Welcher Typ Autor bist du?

Wie schreibst du?

Verfasst du deine Texte am Stück? Schreibst du sie lieber händisch vor und tippst sie dann ab? Diktierst du den gesamten Text, liest ihn nochmal Korrektur und stellst ihn online?

Machst du dir vor der Texterstellung erstmal Stichpunkte, damit du auch wirklich nichts vergisst? (Keine Panik, du kannst später immer noch Abschnitte nachträglich hinzufügen! Inhalte immer aktuell zu halten ist ein dickes, fettes Do-It in puncto SEO!)

So oder so – jeder von uns ist nunmal ein anderer Typ Autor. Du sollst deine Texte so schreiben, wie du dich eben am wohlsten fühlst. Bei mir persönlich variiert das zum Beispiel ganz nach Jahreszeit und Auftragslage. Habe ich einmal so richtig viel Zeit und küsst mich die Muse, kann es passieren, dass ich 10, 20 Blogartikel auf einen Schlag erstelle. Dazu muss mir aber wohlgemerkt schon einiges zum Thema im Kopf umherschwirren. Mit vorheriger Recherchezeit ginge das niemals, so viele Artikel in diesem Zeitraum zu erstellen.

Warum ist es so wichtig, welcher Typ Schreiberling du bist? Nun, du tust dir einfach leichter, deinen Text zu strukturieren, wenn du das weißt.

Ich zum Beispiel schreibe immer drauf los, baue Überschriften erst während dem Schreiben auf und sehe dann zwischendrin quasi, was mir alles noch zusätzlich einfällt. Aber mir schwirren eben auch im Vorhinein schon tagelang einige Gedanken zu dem Thema im Kopf umher, sodass es mir nicht an Material und Buchstaben fehlt.

Andersrum tust du dir womöglich leichter, erst die Überschriften und damit die einzelnen Unterthemen in deinem Text festzulegen. Vielleicht stellst du ihn auch nicht gleich so online, sondern liest ihn erstmal und änderst noch einiges ab. Ganz, wie dir eben beliebt!

4. Welche Fragen und Probleme werden geklärt?

Bevor die Frage nun deinerseits aufkommt: Es gibt immer etwas, das dein Blogartikel klärt. Und wenn es nur die Entscheidungsfrage ist, ob es nun Shampoo A oder B werden soll. Wichtig ist, dass du während dem Texten immer klar vor Augen hast, was du damit überhaupt klären möchtest. So kannst du auch aktiv W-Fragen einbauen.

Dasselbe gilt natürlich für sämtliche Tipps, die du dem Leser unbedingt vermitteln möchtest.

5. Bietest du dem Leser auch wirklich Mehrwert?

Diese Frage musst du dir immer dann stellen, wenn dein Blogartikel fertiggestellt und bereit zur Veröffentlichung ist. Kannst du diese nicht ohne zu zögern bejahen, musst du noch einmal neu ansetzen.

Hier nochmal kurz zur Erinnerung: Es ist kein Mehrwert für deinen Leser, wenn du wahllose Produktinformationen auflistest und das anschließend zusammen mit ein, zwei Sätzen über deine persönlichen Präferenzen als Produkttest deklarierst. Dein Leser braucht Fakten – hast du einen Härtetest gemacht? Wie lange hattest du das Produkt während deinem Test im Einsatz? Konntest du durch Freunde, Bekannte, Familie eine zweite Meinung einholen?

Genauso ist es kein Mehrwert, wenn du 2.000 Wörter über deine Schuhsammlung schreibst – so ausgefallen sie auch sein mag. Gib deinem Leser stattdessen Tipps für seinen nächsten Schuhkauf. Wie findet er bequeme Schuhe? Worauf ist zu achten, wenn es um das Preis-Leistungs-Verhältnis geht? An dieser Stelle kannst du selbstverständlich persönliche Empfehlungen aussprechen!

6. Was wird im Text eingebunden?

Oft lohnt es sich, zusätzlich zum Text auf ein Video zu verweisen – auch, wenn es nicht von dir stammt. Informationsgehalt ist nunmal viel wert und hast du eine Empfehlung, dann scheue dich auch nicht, diese auszusprechen – oder eben in deinem Blogeintrag einzubetten.

Weißt du schon im Vorfeld, dass du so etwas vorhast, wird der Text daraufhin optimiert. Er regt beim Leser schon die Lust an, mehr über das Thema zu erfahren. Du schneidest schon erste Informationen an und verweist ihn für mehr dann an dein Video. Oder aber du bietest ein praktisches PDF als Freebie an, in dem sämtliche wichtigen Punkte noch einmal zusammengefasst stehen. Eine beliebte Methode bei sehr langen und ausschweifenden Artikeln!

7. Veröffentliche deinen fertigen Text

Hast du all die vorergehenden Punkte bedacht, ist dein Content fertig – und er ist auf deinen Hauptbegriff optimiert. Es kommt gar nicht darauf an, ihn nach irgendeiner schrägen Formel in X-Facher Ausführung in jede einzelne Überschrift zu stopfen.

Das nennt man übrigens Keywordstuffing, wenn es zu übertrieben und unleserlich wird. Mitlerweile wird das sogar als Spam erkannt und das wirkt sich negativ auf dein Ranking aus. Noch ein Grund mehr, darauf zu verzichten!

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